Meditationslogik
Beim Meditieren ziehe ich die Sinne von der, meist reizüberflutenden Aussenwelt zurück und lenke meine Aufmerksamkeit zu meinem Inneren. Am besten gelingt dies, wenn ich mich auf meine Nase konzentriere, durch die der Atem ein- und wieder ausströmt. Beim genauen Hinsehen, bemerke ich, dass sich die Nase beim Einatmen etwas abkühlt, beim Ausatmen wieder aufwärmt. Schon nach ein paar Atemzügen merke ich, wie mein Geist zur Ruhe kommt. Meditieren heisst nicht, nichts denken. Unser Gehirn ist nicht dazu da, nichts zu tun. Es ist ständig am Arbeiten - auch nachts beim Schlafen, in einer Narkose oder selbst bei der Bewusstlosigkeit. Es geht also nicht darum, das Denken auszuschalten, sondern darum, das Denken nach innen zu lenken, nichts zu tun und einfach zu sein. So entsteht eine wache, innere Ruhe, die mich unterscheidungsfähig werden lässt. Unterscheidungsfähig zwischen dem was wichtig und dem was dringend ist , zwischen dem, was mit guttut, deshalb mein Wachstum fördert...