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Was ist Mentaltherapie?

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Mit deinem Geist beeinflusst mehr als du denkst!  Zum Teil läuft dieser Einfluss bewusst, grössten Teils jedoch unbewusst. Schon lange kennen wir die wissenschaftlichen Experimente der «self fulfilling prophecy» (sich selbst erfüllende Prophezeiung), die besagen, dass etwas Vorausgesagtes mit höherer Wahrscheinlichkeit eintrifft, als wenn etwas nicht prophezeit war. Glaubenssätze, grundsätzliche Annahmen über sich selbst und die Welt, wie beispielsweise Optimismus und Pessimismus, sind im weitesten Sinn solche Prophezeiungen. Wenn ich von Geist rede, meine ich das dynamisch-hochkomplexe, feinstoffliche innere Geschehen, in welchem unser Gehirn – nach neusten Erkenntnissen auch unser Herz - eine zentrale Rolle übernehmen.  Dynamisch-hochkomplex heisst, dass in unserem Geist ein andauernder, sich ständig verändernder Prozess auf verschiedensten Ebenen stattfindet und dass diese Ebenen aufeinander einwirken. Wir reden hier von unendlichen Rückkoppelungen, die ich als dynamisch ho...

Stabilität und Veränderung

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Zerbrechlich ist ein Gleichgewicht, denn manchmal braucht es wenig, um es aus der Balance zu bringen. Das soll auch so sein, denn wo bliebe sonst die Veränderung, der Fortschritt, wenn alles stabil wäre? Nur wenn wir die bestehenden Verhältnisse in Frage stellen können, Stabilitäten durcheinander werfen dürfen, kann Neues entstehen. Selbstverständlich stehen Veränderungen auch immer Ängste gegenüber. Wir müssen Gewohntes, Vertrautes loslassen, das uns bisher tatsächlich oder vermeintlich Sicherheit brachte. Wenn es uns gelingt, solchen Ängsten Gewissheit und Zuversicht entgegen zu stellen, uns von den Bedrohungen nicht dominieren zu lassen, können wir ein neues Gleichgewicht bauen. Etwas Neues mit allen Chancen und Gefahren. Von unten anfangen, mit Mut und Optimismus. Stein auf Stein. In schöner Balance ein neues Gleichgewicht zu finden, ist ein kreativer Prozess der auch in meinem Inneren stattfindet, wenn es mir gelingt, meine innere Unruhe zu überwinden. Mit innerem Frieden, Ausgegl...

Meditationslogik

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Beim Meditieren ziehe ich die Sinne von der, meist reizüberflutenden Aussenwelt zurück und lenke meine Aufmerksamkeit zu meinem Inneren. Am besten gelingt dies, wenn ich mich auf meine Nase konzentriere, durch die der Atem ein-  und wieder ausströmt. Beim genauen Hinsehen, bemerke ich, dass sich die Nase beim Einatmen etwas abkühlt, beim Ausatmen wieder aufwärmt. Schon nach ein paar Atemzügen merke ich, wie mein Geist zur Ruhe kommt. Meditieren heisst nicht, nichts denken. Unser Gehirn ist nicht dazu da, nichts zu tun. Es ist ständig am Arbeiten - auch nachts beim Schlafen, in einer Narkose oder selbst bei der Bewusstlosigkeit.  Es geht also nicht darum, das Denken auszuschalten, sondern darum, das Denken nach innen zu lenken, nichts zu tun und einfach zu sein. So entsteht eine wache, innere Ruhe, die mich unterscheidungsfähig werden lässt.  Unterscheidungsfähig zwischen dem was wichtig und dem was dringend ist , zwischen dem, was mit guttut, deshalb mein Wachstum fördert...

Trance

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Trance ist der Begriff für einen veränderten, fokussierten, ruhigen Zustand des Bewusstseins der durch bestimmte Formen von visualisierenden Meditation herbeigeführt werden kann. In der Trance ist der Mensch tiefenentspannt und gleichzeitig hochkonzentriert. Nicht zu verwechseln ist die Trance mit Ekstase, einem übersteigerten, hochaktiven psychischen Zustand des Bewusstseins. Trance kann durch eine ausgebildete Person, jedoch auch - mit entsprechender Ausbildung - selbst herbeigeführt und genutzt werden. Unter anderem dient die Trance dem Rückzug aus der Alltagsablenkung zur intensiven Auseinandersetzung mit sich selbst oder einer Sache, mit dem Ziel der Gewinnung neuer, geistig-emotionaler Erkenntnisse.  In der Trance wird bei einer hohen Konzentration eine Leichtigkeit erreicht, in welcher das logisch-analytische Denken in den Hintergrund tritt und dem intuitiven, gefühlsbetonten Erleben Platz macht. Handlungen folgen den Gedanken und inneren Bildern. Mentale Vorbereitung, wie b...

Mentalcoaching und Mentaltraining

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Es kann doch nicht sein, dass mein Geist, mein wichtigstes Werkzeug, mich steuert und tut was es will. Vielmehr müsste ich doch mein "Werkzeug" in die Hand nehmen und ihm sagen können, was es gefälligst zu tun hat. Wir kennen viele Situationen, in denen sich unser Geist verselbständigt und in denen wir von unserem Geist beherrscht werden: Wenn unsere Gedanken kreisen und uns am Schlafen hindern Wenn wir uns schlecht konzentrieren können Wenn wir vor lauter Leistungsdruck die Aufmerksamkeit, die Erinnerung und die Konzentrationsfähigkeit verlieren Wenn uns der der Belastungsdruck blockiert Wenn wir den Fokus verlieren Wenn wir von den Gefühlen dominiert werden Wenn uns unsere Glaubenssätze etwas einreden, was uns hemmt Wenn innere Konflikte unsere Energie auffressen (innerer Krieg) Wenn Ängste oder trübe Gedanken unseren Geist blockieren ... Unser Geist ist zu komplex als dass er sich von gutgemeinten Ratschlägen, wie z.B. "versuch's mal mit Schäfchen zählen...",...

Unser Geist ist klug aber manchmal nicht klar

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Es gibt keine "dummen Gedanken", denn unser Geist ist nicht dimm. Wenn Gedanken oder Gefühle kommen, kommen sie, weil unser Geist sie sich ausdenkt oder wenn aus unserem Unbewussten plötzlich etwas auftaucht. Dumm ist manchmal nur, dass Gedanken, kombiniert mit Gefühlen, zum falschen Zeitpunkt auftauchen, dass sie meinem aktuellen Vorhaben einen Strich durch die Rechnung ziehen oder dass sie als Glaubenssatz mein Selbstvertrauen torpedieren. "Unser Geist ist klug" heisst, dass er sich nicht mit billigen Mentaltricks ausschalten oder übertölpeln lässt. Gut gemeinte Zusprüche, wie "du schaffst das", "du musst nur an dich glauben" oder "lass dich nicht einschüchtern...ablenken...von deinem Plan abbringen..." sind leider zu einfach, um den klugen Geist umzupolen. Bedingungslose, jedoch konstruktive Ehrlichkeit ist meines Erachtens das "Ah und Oh" des Mentaltrainings und damit auch des Mentalcoachings. Wenn Angst da ist, ist sie eb...

Mentalcoaching für Kinder und Jugendliche?

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Kinder haben ein ganz natürliches Bewegungsbedürfnis und oftmals staunen wir über ihre unerschöpfliche Energie. Hinzu kommt die Neugier, die Welt zu entdecken. Für immer mehr dieser Kinder werden diese zwei Aspekte zum Problem, wenn sie Stillsitzen und Dinge lernen müssen, die ihrer persönlichen Neugier nicht entsprechen. Gerne lassen sie sich durch innere Impulse, wie beispielsweise Bewegungsdrang oder Träumereien ablenken, oder durch verschiedenste äussere Einflüsse stören. Das alles wirkt sich behindernd auf ihre Konzentrationsfähigkeit und aus. Kinder und Jufendliche bekunden oft Mühe still zu sitzen, dem Schulstoff zu folgen, zuhause zu lernen und werden in der Folge für Lehrpersonen und KlassenkollegInnen auffällig. Dass solche Kinder oft anecken und kritisiert werden, führt dazu, dass sie sich nicht verstanden und angenommen fühlen, die Lust am Lernen verlieren und oftmals resignieren. Daraus können mannigfaltige, alarmierende Sekundärprobleme auftreten, die nach psychologischer...