Meditationslogik


Beim Meditieren ziehe ich die Sinne von der, meist reizüberflutenden Aussenwelt zurück und lenke meine Aufmerksamkeit zu meinem Inneren.

Am besten gelingt dies, wenn ich mich auf meine Nase konzentriere, durch die der Atem ein- und wieder ausströmt. Beim genauen Hinsehen, bemerke ich, dass sich die Nase beim Einatmen etwas abkühlt, beim Ausatmen wieder aufwärmt. Schon nach ein paar Atemzügen merke ich, wie mein Geist zur Ruhe kommt.

Meditieren heisst nicht, nichts denken. Unser Gehirn ist nicht dazu da, nichts zu tun. Es ist ständig am Arbeiten - auch nachts beim Schlafen, in einer Narkose oder selbst bei der Bewusstlosigkeit. 

Es geht also nicht darum, das Denken auszuschalten, sondern darum, das Denken nach innen zu lenken, nichts zu tun und einfach zu sein.

So entsteht eine wache, innere Ruhe, die mich unterscheidungsfähig werden lässt. Unterscheidungsfähig zwischen dem was wichtig und dem was dringend ist, zwischen dem, was mit guttut, deshalb mein Wachstum fördert und dem, was mir Lust macht und somit in die Illusion verführt. Die Illusion nämlich, dass Lustabbau zum Glück führt. Dieses Glück ist jedoch - wie wir alle immer wieder erleben - sehr flüchtig; kaum ist die Lust gestillt, kommt sie wieder auf: Kaum ist der Hunger gestillt, taucht er früher oder später wieder auf.

Aus der wachen Ruhe (Sankrit: sattva) kommt die Erkenntnis, die Einsicht, die Kreativität, die nachhaltige Problemlösung. Nicht aus der Hektik, im Einfuss der vielen Reize unseres Alltags, genährt durch künstliche Intelligenz, nein aus unserem Inneren, wo Herz und Hirn zusammenwirken. Wir sind intelligent genug, um wahre Erkenntnisse zu generieren, wenn wir es verstehen in die innere Ruhe, in den inneren Frieden zu kommen. Dabei hilft die Meditation.

Meditieren kannst du an drei Abenden lernen: Meditationskurs in CH-8716 Schmerikon



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